Sankt Valentin online

Der Heilige Valentin 

zusammengestellt von Uta M. Matschiner 

 

Valentin war kein heiliger Mensch. Man kann ihn eher als menschlichen Heiligen bezeichnen, dessen Geschichte in heidnischer Vorzeit begann.  

Genauer gesagt begann seine Geschichte mit einer klassisch schönen Frau, der Göttin Juno. Ihr, der Gemahlin des Jupiters, ihr der Königin des Himmels zu Erden, kratzten die klassischen Römer das Datum des 14. Februar auf ihrem Kalender rot an.  

Denn dieser Tag hatte eine besondere Bewandtnis. Die Göttin Juno galt als eine Art Eheberaterin in ihrer Zeit, an die sich weibliche Singles wandten, wenn sie glühend glaubten, männlichen Beistands zu bedürfen. Genial und gleichsam spielerisch wurde das Partnerproblem damals durch Einführung einer Liebeslotterie gelöst, bei der sich die Interessentinnen einen Mann für mindestens ein beziehungsreiches Jahr Für- und Miteinanderlebens aus einer Lostrommel griffen. Gekoppelt mit dieser Loserei soll das an eben jedem 14. Februar gefeierte Frühlingsfest gewesen sein, das zugleich dem Abwenden großer Gefahr (z.B. Wölfen) für die Landbevölkerung diente.  

Mit der langsamen, aber stetigen Ausbreitung des Christentums über das römische Reich wandelten sich die heidnischen Bräuche nach und nach in solche um, die den neuen Glaubenstheorien moralisch näherkamen. Eines Tages tauchte als Gefolgsmitglied der christlichen Heerscharen ein Mann auf, dessen Name vom Adjektiv „valens" abgeleitet, stark, mächtig und gesund bedeutete: Valentinus - Da war er dann also: Valentin.  

Kaiser Claudius II. hatte gerade die Regierung übernommen und beobachtete mit Unmut, wie jene neumodische Gruppierung, die sich Christen nannten, bestimmte seiner strikten Befehle glatt in den Wind schlug.  

Da gab es zum Beispiel den erwähnten gewissen Valentin, der sich erdreiste, seinem Verbot von Eheschließungen zum Trotz, flott und lustig weiterzutrauen! 

Darüber hinaus sollte er auch noch - sich auf seine pensionierte Amtskollegin Juno berufend? - Rat in Partnerbeziehungen gegeben haben, hierbei Blumen über die Mauer eines Klostergartens reichend!  

Das war ja staatszersetzend, und Valentin wurde ins düstere Gefängnis gesteckt, wo er, wie die Legende berichtet, der blinden Tochter des Zellenwärters das Augenlicht wiedergeschenkt habe, so dass diese, genesen, eine mit Blut geschriebene Nachricht zu lesen vermochte - Unterschrift: ,,Dein Valentin." Dabei dürfte es sich um den ersten bekannt gewordenen Valentinsgruß der Geschichte gehandelt haben.  

Am 14. Februar 269 n. Chr. wurde Valentin in Rom unter Kaiser Claudius auf der Flaminischen Straße einem Martyrium ausgesetzt und musste das Festhalten an seinen Glauben mit dem Tode besiegeln.  

Zwei Jahrhunderte später setzte sich abermals ein Priester namens Valentin, der aus den heutigen Niederlanden gestammt haben soll, für die Verbreitung der christlichen Lehren ein. Sein Wirkungsgebiet war in erster Linie die römische Lagerstadt Batavis, das heutige Passau, wo viele Arianer und Heiden lebten, die von den katholischen Priestern nichts wissen wollten. Valentin meinte angesichts seiner Misserfolge, diese seien darum eingetreten, weil er seine Arbeit in Passau selber gewählt habe, ohne dass er seine höhere Sendung dazu bekommen hätte. Deshalb ging er nach Rom, wo damals der weitblickende Papst Leo I. der Große die Kirche regierte. Dieser gab dem Priester als Missionär alle Vollmachten. Als Valentin nach Passau kam, hatte er den gleichen Misserfolg, worauf er sich wieder auf den Weg nach Rom machte, um dem Papst abermals sein Leid zu klagen. Der Papst tröstete ihn aber mahnte ihn, noch ein drittes Mal die Arbeit zu versuchen, weihte ihn zum Bischof, und erlaubte ihm, bei neuerlichen Misserfolgen, die Stadt verlassen zu dürfen, um anderen Völkern das Evangelium zu predigen. Als Valentin nun das dritte Mal in die Stadt kam geschah es noch schlimmer, er wurde von den Arianern und Heiden angegriffen, misshandelt und aus der Stadt verjagt.  

Bischof Valentin erkannte jetzt den Willen Gottes und zog weiter von Ort zu Ort und besuchte fast alle Gegenden der weiten Provinz Rätien, die sich von der Donau im Norden und dem Inn im Osten bis nach Südtirol, den Vintschgau und Graubünden erstreckte. In seinen späteren Jahren hielt er sich meist in der Gegend von Meran in Mais auf, wo er auch im Jahr 4 70 gestorben ist und von seinen Schülern, die in einer klösterlichen Gemeinschaft lebten, in dem Kirchlein Mais beigesetzt wurde. Valentin lebt bis zum heutigen Tage als Schutzpatron der Liebenden und der Nächstenliebe weiter, und wird im süddeutschen Raum als Patron gegen die Fallsucht (Epilepsie) und gegen Krämpfe und Seuchen verehrt.  

Als christliches wie auch weltliches Symbol der Liebe, der Zuneigung, von Dank und Sympathie wird auch das rote Herz am Valentinstag eingesetzt.  

 

 

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